{"id":257,"date":"2024-09-18T15:37:51","date_gmt":"2024-09-18T15:37:51","guid":{"rendered":"https:\/\/oberle-it-beratung.de\/?p=257"},"modified":"2024-09-18T15:37:51","modified_gmt":"2024-09-18T15:37:51","slug":"was-kostet-ein-dwh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.elrebo.de\/index.php\/2024\/09\/18\/was-kostet-ein-dwh\/","title":{"rendered":"Was kostet ein DWH?"},"content":{"rendered":"\n<p>In den letzten Beitr\u00e4gen dieser Serie habe ich beschrieben, nach welchen Prinzipien und mit welchen Tools man ein Data Warehouse (DWH) aufbauen kann, das inkrementell aufgebaut wird, dadurch schnell erste nutzbare Resultate bringt, durch die Nutzung von Open Source Software wenig kostet und damit gut f\u00fcr KMUs geeignet ist.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Beitrag beschreiben wir ein Szenario, wie ein KMU ein Data Warehouse in einem festen Zeitplan und zu kalkulierbaren Kosten aufbauen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir gehen dabei von folgenden Annahmen aus:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Es gibt einen Verantwortlichen, der das DWH im Unternehmen fachlich betreut. Er ist derjenige, der die Inhalte definiert und priorisiert und der in der Unternehmensleitung \u00fcber das DWH berichtet. Er hat auch ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das DWH-Konzept mit Data Vault 2.0. Diese Rolle muss intern besetzt sein.<\/li>\n\n\n\n<li>Es gibt einen Verantwortlichen f\u00fcr die technische Infrastruktur, der sicherstellt, dass die Plattform f\u00fcr das DWH zur Verf\u00fcgung steht, die SLAs eingehalten werden und der das Monitoring der DWH-Prozesse durchf\u00fchrt.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Verantwortlichen f\u00fcr die Kennzahlen des Unternehmens, die im DWH abgebildet werden sollen, m\u00fcssen f\u00fcr den Aufbau des DWH zur Verf\u00fcgung stehen.<\/li>\n\n\n\n<li>F\u00fcr Aufbau und Betrieb des DWH muss \u00fcber die ganze Lebensdauer des DWH ein Budget zur Verf\u00fcgung stehen. Dieses Budget bestimmt, mit welcher Geschwindigkeit das DWH ausgebaut werden kann.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, steht einem erfolgreichen Aufbau eines DWH nichts im Wege.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Aufbauphase werden die fachlich und technischen Verantwortlichen von uns gecoacht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kosten\u00fcbersicht<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Fachlich Verantwortlicher <br>1\/3 Vollzeitstelle kontinuierlich<\/li>\n\n\n\n<li>Technisch Verantwortlicher<br>1\/6 Vollzeitstelle kontinuierlich<\/li>\n\n\n\n<li>Weitere Mitarbeiter im DWH-Team<br>1\/2 Vollzeitstelle, verteilt \u00fcber die beteiligten Fachbereiche<\/li>\n\n\n\n<li>Virtueller Server f\u00fcr die Docker-Umgebungen<br>15 \u20ac \/ Monat<\/li>\n\n\n\n<li>DWH-Speicherplatz \/ 500 GB Storage<br>6 \u20ac \/ Monat<\/li>\n\n\n\n<li>Coaching in der Aufbauphase<br>5 bis 10 PT Beratungsaufwand \/ Monat f\u00fcr ca. 6 bis 12 Monate<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Skizze f\u00fcr das Vorgehen<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>In einem ersten Meeting werden die fachlich und technisch Verantwortlichen benannt.<\/li>\n\n\n\n<li>Mit dem fachlich Verantwortlichen wird festgelegt, welche Informationen aus den operativen Systemen zuerst im DWH bereitgestellt werden sollen.<\/li>\n\n\n\n<li>Mit dem technisch Verantwortlichen wird festgelegt, was f\u00fcr Server und Datenspeicher f\u00fcr das DWH bereitgestellt werden sollen.<\/li>\n\n\n\n<li>Die technisch und fachlich Verantwortlichen bauen ein Backlog auf, in dem die Aktivit\u00e4ten geplant werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Das DWH-Team konstituiert sich und beginnt mit der Umsetzung in w\u00f6chentlichen Sprints.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"568\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/elrebo.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Ablauf-568x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-276\" srcset=\"https:\/\/www.elrebo.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Ablauf-568x1024.png 568w, https:\/\/www.elrebo.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Ablauf-166x300.png 166w, https:\/\/www.elrebo.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Ablauf.png 630w\" sizes=\"auto, (max-width: 568px) 100vw, 568px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Wir verfolgen bei unserem Vorgehen einen agilen Ansatz. Das bedeutet z.B., dass wir eine Schnittstelle aus einem operativen System identifizieren, diese Schnittstelle dann beschreiben und in die Persistant Staging Area des DWH \u00fcberf\u00fchren. Wir beschreiben die Staging Area f\u00fcr diese Schnittstelle mit den darin vorhandenen Natural Keys und \u00fcbernehmen die Informationen direkt in den Raw Vault mit seinen Hubs, Links und Satellites. Auf diese Weise k\u00f6nnen wir die ersten Informationen bereits nach kurzer Zeit im DWH bereitstellen. So werden bereits zu diesem Zeitpunkt Auswertungen im DWH m\u00f6glich, die immer auch zu weiteren Fragen f\u00fchren, die dann zu einer inkrementellen Verbesserung des DWH beitragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch diese Vorgehensweise wird die Zeit von der Bereitstellung einer neuen Schnittstelle aus einem operativen System bis zur Verf\u00fcgbarkeit der Informationen im Raw Vault m\u00f6glichst kurz gehalten.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Auswertung der Daten des DWH werden Data-Marts aufgebaut, die die Informationen f\u00fcr den jeweiligen Anwendungsfall zur Verf\u00fcgung stellen. Dabei werden auch Transformationen durchgef\u00fchrt, die die Daten des DWH f\u00fcr den jeweiligen Anwendungsfall aufbereiten, beispielsweise in Form eines Star-Schemas f\u00fcr einen Controlling-Mart oder in Form der Report-Tabellen f\u00fcr einen Reporting-Mart.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn sich herausstellt, dass in einem Data-Mart Transformationen durchgef\u00fchrt werden, die auch in anderen Marts ben\u00f6tigt werden, dann k\u00f6nnen diese in den Business Vault des DWH verlagert werden und stehen so f\u00fcr alle Anwendungsf\u00e4lle zur Verf\u00fcgung.    <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ziele des Coachings<\/h2>\n\n\n\n<p>Zu Beginn der Aufbauphase wird das DWH-Team dabei angeleitet, die DWH-Infrastruktur bereitzustellen und die Schnittstellen aus den operativen Systemen zu beschreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach wird das DWH-Team dabei gecoacht, die Struktur des DWH so zu verstehen, dass es in der Lage ist, den Aufbau und die Weiterentwicklung des DWH eigenst\u00e4ndig durchzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Budgetplanung<\/h2>\n\n\n\n<p>In vielen &#8220;gut organisierten&#8221; Unternehmen wird im 3. Quartal jedes Jahres das Budget f\u00fcr das kommende Jahr geplant. Wenn Sie in so einem Unternehmen arbeiten, und im kommenden Jahr ein DWH aufbauen wollen, dann beantragen Sie jetzt am besten das hier beschriebene Budget und fangen Sie zu Beginn des neuen Jahres an, das DWH aufzubauen, dann k\u00f6nnen Sie bereits zu Ende des ersten Quartals 2025 erste Ergebnisse pr\u00e4sentieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wenn Sie in einem weniger &#8220;gut organisierten&#8221; Unternehmen arbeiten, in dem Sie nicht bis zum Beginn des neuen Jahres warten m\u00fcssen, dann fangen Sie doch gleich an und pr\u00e4sentieren Sie die ersten Ergebnisse aus ihrem DWH zum Jahres-Kickoff ihres Unternehmens im Januar 2025.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Infrastruktur<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Kosteneinsch\u00e4tzung eines vServers (virtueller Server) f\u00fcr ein Data Warehouse mit dbtVault m\u00fcssen wir einige Faktoren ber\u00fccksichtigen. Die Kosten k\u00f6nnen je nach Anbieter und Leistung stark variieren. <\/p>\n\n\n\n<p>Hier eine grobe \u00dcbersicht:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Basis-vServer:<\/strong><br>4 vCPUs<br>16 GB RAM<br>100 GB SSD Speicher<br>Gesch\u00e4tzte Kosten: 15 &#8211; 60\u20ac pro Monat<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Leistungsf\u00e4higerer vServer:<\/strong><br>8 vCPUs<br>32 GB RAM<br>200 GB SSD Speicher<br>Gesch\u00e4tzte Kosten: 25 &#8211; 120\u20ac pro Monat<\/p>\n\n\n\n<p><strong>High-Performance vServer:<\/strong><br>16 vCPUs<br>64 GB RAM<br>500 GB SSD Speicher<br>Gesch\u00e4tzte Kosten: 40 &#8211; 250\u20ac pro Monat<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zus\u00e4tzliche Kosten die zu beachten sind:<\/strong><br><strong><em>Daten\u00fcbertragung: <\/em><\/strong><br>Oft gibt es ein Inklusivvolumen, dar\u00fcber hinaus fallen zus\u00e4tzliche Kosten an.<br><br><strong><em>Backups:<\/em><\/strong><br>Je nach Anbieter k\u00f6nnen zus\u00e4tzliche Kosten f\u00fcr automatische Backups anfallen.<br><br><strong><em>Betriebssystem-Lizenzen:<\/em><\/strong><br>Falls Sie ein kostenpflichtiges OS wie Windows Server ben\u00f6tigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beachten Sie, dass diese Preise Sch\u00e4tzungen sind und je nach Anbieter und Region variieren k\u00f6nnen. F\u00fcr ein produktives Data Warehouse k\u00f6nnte ein leistungsf\u00e4higerer Server oder sogar eine Cluster-L\u00f6sung erforderlich sein.<br><br>F\u00fcr eine detaillierte Aufstellung helfen wir Ihnen gerne bei der Planung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Investitionsvorhaben: Aufbau eines DWH<\/h3>\n\n\n\n<p>Kurzbeschreibung: Es wird ein DWH f\u00fcr das Unternehmen aufgebaut. Das Konzept basiert auf Data Vault 2.0. Dieses Konzept wird unter Nutzung der freien Software-Tools dbt und AutomateDV in einer Docker-Umgebung umgesetzt. Die Aufbauphase dauert ein Jahr. Erste produktive Resultate werden bereits nach drei Monaten zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kostenplanung:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Personalkosten: ein FTE (Full Time Equivalent)<br>Diese Kapazit\u00e4t wird f\u00fcr den Aufbau und den Betrieb des DWH ben\u00f6tigt. 1\/3 davon werden f\u00fcr die fachliche Steuerung, 1\/6 f\u00fcr die technische Steuerung und die restliche H\u00e4lfte f\u00fcr die Zuarbeit der Fachabteilungen ben\u00f6tigt.<\/li>\n\n\n\n<li>Hardware-Kosten &#8211; Leistungsf\u00e4higerer vServer:\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>ein Virtueller Server\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>8 vCore (x86 oder ARM)<\/li>\n\n\n\n<li>32 GB ECC RAM<\/li>\n\n\n\n<li>500 GB Storage<\/li>\n\n\n\n<li>monatliche Kosten: 100 \u20ac<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n\n\n\n<li>Coaching-Kosten: 60 bis 120 Tage externes Coaching<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>Was kostet also ein DWH?<\/p>\n\n\n\n<p>Es kostet <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>ca. 80.000 \u20ac\/Jahr f\u00fcr einen festen Mitarbeiter (aufgeteilt auf fachliche und technische Skills und die Zuarbeit aus den Fachbereichen) und<\/li>\n\n\n\n<li>ca. 1.200 \u20ac\/Jahr f\u00fcr das, was der Speicherbedarf und der Server f\u00fcr das DWH kostet. Und dann kommen noch<\/li>\n\n\n\n<li>ca. 90.000 bis 180.000 \u20ac in der Aufbauphase f\u00fcr das Coaching des DWH-Teams dazu.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Das Konzept sorgt f\u00fcr niedrige kontinuierliche Betriebskosten f\u00fcr das DWH. Durch die Nutzung von freier Software und am Markt etablierter Komponenten ohne wiederkehrende Lizenzgeb\u00fchren bestehen die Kosten \u00fcberwiegend aus den Kosten f\u00fcr die internen Mitarbeiter, die das DWH betreiben und weiterentwickeln. Dazu kommt eine &#8220;Anschubfinanzierung&#8221; f\u00fcr das externe Coaching, das f\u00fcr schnelle Ergebnisse und eine steile Lernkurve f\u00fcr die internen Mitarbeiter des Unternehmens sorgt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten Beitr\u00e4gen dieser Serie habe ich beschrieben, nach welchen Prinzipien und mit welchen Tools man ein Data Warehouse (DWH) aufbauen kann, das inkrementell aufgebaut wird, dadurch schnell erste nutzbare Resultate bringt, durch die Nutzung von Open Source Software wenig kostet und damit gut f\u00fcr KMUs geeignet ist. 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